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So wächst man auf Instagram On- und Offline

So wächst man auf Instagram On- und Offline - Teil 1

Wie kann man Instagram nutzen um On- und Offline zu wachsen? In meiner vierteiligen Blogger-Serie erzähle ich euch exklusive Insider Tipps aus dem Deichmann Influencer Workshop 2019.

Jeder kennt sie, die typischen 0815 Tipps, wie man auf Instagram wächst:

– Kommentiere, Like, Folge
– Nutze die richtigen Hashtags
– Poste regelmäßig Content
– achte auf einen einheitlichen Feed

Hallo? Wir haben 2019, beinahe jeder der sich bisher auch nur ein wenig mit Instagram auseinandergesetzt hat, weiß, dass diese Dinge das absolute A und O sind. Doch wo bleiben die richtigen Erfolgstipps? Die mit denen man sich neben Feed Postings, Stories und Instagram TV noch etablieren kann? Letztendlich geht es nämlich genau darum. Wer erfolgreich auf Instagram sein möchte, muss über sich hinauswachsen, sich positionieren. Über den Tellerrand schauen und auch lernen Offline zu denken.

Nach dem Deichmann Influencer Workshop, organisiert von welovepr mit wahnsinnig inspirierenden Rednern bin ich einfach nur geflasht von den vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen, mit denen man sich selbst als Marke sowohl On- als auch Offline positionieren kann. Und da ich absolut kein Fan von Top Secret Bloggern bin, die ihr Wissen aus welchen existenziellen Gründen auch immer nur für sich behalten, gibt es von mir die besten Strategien von den Profis Svenja und Uwe Walter und der ehemaligen InStyle Chefredakteurin Annette Weber, die ich aus dem gestrigen Workshop mitgenommen habe.

Suspekte Strategien Follower zu gewinnen

Wer schon länger auf Instagram ist, hat sicher jeden Hype mitbekommen, wie man schneller Follower gewinnen kann. Ob durch Shoutouts, Follow for Follow oder Follow and Unfollow Strategien, früher mag das vielleicht tatsächlich funktioniert haben. Heute bin auch ich etwas schlauer und habe festgestellt, dass es viel wichtiger ist Menschen für seinen Account zu gewinnen, die einem nicht nur aus Gefallen oder purem Eigennutzen folgen.

Auch Follower kaufen kann sich fatal auf den eigenen Instagram Account auswirken, ohne geht es nämlich irgendwann nicht mehr und genau wie bei einer Droge kann der Entzug ganz schön schmerzhaft sein. Einige Kurven, die uns der Social Media Profi Svenja Walter in ihrer Präsentation gezeigt hat verdeutlichen diese extremen Auswirkungen. Im Endeffekt verliert man immer mehr Follower.

Ich glaube wir sind ohnehin aus der Zeit herausgewachsen, in der es nur darum ging, wie viele Follower man hat. Ich kenne einige Accounts unter 10K, die eine enorm gute Engagement Rate haben und damit ebenfalls Geld an Kooperationen verdienen.

Bezahlter Content – Yay or Nay?

Jeder von uns kennt bestimmt die typische Instagram Nachricht, dass ein Beitrag besonders gut lief und noch viel besser laufen könnte, wenn man ihn mit nur “wenig” Geld pusht. Man könnte meinen, dass man tatsächlich eine größere Community durch gesponserte Beiträge aufbauen kann. Aus eigener Erfahrung und auch aus dem Fazit, dass wir im Deichmann Workshop gezogen haben kann ich euch jedoch sagen: Lasst lieber die Finger davon!

Ich habe in meiner Vergangenheit drei Beiträge gepsuht und 20-30 € für etwa eine Woche dahinter gelegt. Dabei ging es um ein Gewinnspiel und zwei normale Beiträge aus meinem Feed. Die Engagement Rate war zwar von allen Beiträgen ziemlich hoch, neue Follower, Kommentare und Likes kamen aber kaum welche dazu. Richtig nervig wurde es dann nach Ablauf der Promotion, als Instagram mir immer wieder Beiträge heraussuchte, die angeblich besser liefen, als bisherige. Alles in allem hatte ich das Gefühl, dass es ohne einen bezahlten Beitrag schlechter lief als vor dem ersten bezahlten Beitrag. Grund dafür mag vor allem sein, dass Instagram gemerkt hat, dass ich durchaus “willig” bin Geld für etwas zu zahlen, dass man eigentlich auch kostenlos zustande bringen könnte. Wieso also nicht einfach die Reichweite verringern und immer wieder den Hinweis geben für einen weiteren Beitrag zu zahlen?

Besonders bei dem Gewinnspiel ist mir aufgefallen, dass selbst durch eine detaillierte Zielgruppenangabe KAUM Kommentare durch die Promotion dazugekommen sind. Dadurch also auch keine Abonnenten und Likes. Lediglich “views” – aber was bringt schon ein View, wenn keine Aktion dazu kommt?

Und ehrlich gesagt ist auch mein eigenes Verhalten gegenüber gesponserten Beiträgen von Influencer nicht besonders positiv. Sobald ich sehe, dass ein Blogger, dem ich Folge für einen Beitrag bezahlt hat und mir dieser als solcher angezeigt wird, obwohl ich das Bild auch sonst in meinem Feed gesehen hätte, kommt in mir sofort das eigenartige Bedürfnis auf genau diesen Beitrag aus Trotz zu ignorieren. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass in mir dann das Gefühl aufkommt, dass mir irgendwer, irgendwas aufdrängen will.

Mein ehemaliger Social Media Kollege hat es mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Bezahlte Beiträge auf Instagram: Als Marke JA, als Privatperson: NEIN. Und da ist es dann ganz egal ob man 10, 20, 50, 100 oder mehr K Follower hat.

Das selbe gilt übrigens auch für besonders nervige Kunden, die einen dazu drängen den Beitrag mit ihrem Produkt zu pushen. Doch was tun, wenn dieser Kunde auch noch sehr viel für die Promotion bezahlen will? Svenja hat uns dazu den Tipp gegeben, dass der Kunde den Beitrag sehr gerne pushen darf und zwar über SEINEN Account. Denn wie bereits erwähnt bringt einem selbst ein gesponserter Beitrag mehr Ärger als Freude.

Nischen entdecken und nutzen

Instagram bietet immer wieder neue Funktionen, die einem eine bessere Reichweite bringen. Oft unterschätzt man die Möglichkeiten von Locations Tags, Hashtags und auch GIFs. Letzteres wird laut Svenja Walter in Zukunft aber noch eine viel größere Bedeutung haben, als man jetzt vielleicht denkt, wenn man bunte GIFs in seine Story klatscht. Genau hier hat sie eine besondere Nische entdeckt, die sich ganz nebenbei als geniale Geschäftsstrategie ausarbeiten lässt.

Die GIFs sind über eine Schnittstelle der Plattform Giphy auf Instagram eingebunden und bilden dort aktuell die einzige Suchmaschine. Anstatt vorgefertigte GIFs zu verwenden, kann man relativ einfach seine eigenen Animationen auf Giphy laden, die dann auch auf Instagram auch für andere verfügbar sind. Die Nutzer deiner GIFs können zwar nicht sehen, von wem sie erstellt worden sind, doch genau hier bietet sich die ausbaufähige Geschäftsidee Kunden von dir erstellte GIFs zu verkaufen.

Ihr wollt mehr über GIFs erfahren? In ihrem Blogbeitrag erklärt Svenja Walter wie man ganz einfach GIFs erstellt und mit ihnen Top Rankings in der Insta Suche erzielt.

Bei diesem Beispiel wird auch deutlich, dass wir lernen müssen weg von dem Gedanken zu kommen uns nur darauf zu konzentrieren, was andere auf Instagram von uns sehen. Im Hintergrund kann SO viel mehr passieren. Die richtigen Social Media Profis wie Svenja Walter, haben umgedacht und verdienen ihr Geld jetzt zum Beispiel damit ihr Wissen zu verkaufen, anstatt nur Geld für veröffentlichte Inhalte zu verlangen.

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