Mama

Ein Bauch voller Liebe

Ein Bauch voller Liebe

Es gibt Neuigkeiten, die sich auch nach Monaten noch aufregend und manchmal absolut surreal anfühlen. Auf Lukas und mich wartet nämlich schon unser Vorweihnachtsgeschenk, das meinen Bauch mit unendlich viel Liebe füllt.

Wenn ich das Bild von mir im roten Kleid, Sonnenbrille auf der Nase und dem Weinglas in der Hand ansehe, das vor nun fast zwei Jahren entstanden ist und mir währenddessen den Bauch streichle, indem unsere kleine Sonnenblume gedeiht, ich mir vorstelle, wie ich die klitzekleinen Füße vernaschen werde, bin ich unendlich froh, dass alles genauso gekommen ist, wie es ist. Damals waren Saskia und ich auf einem Weingut in Italien und ich erinnere mich daran, dass ich auch ihre letzten Schlücke getrunken habe. Hätte mir dort jemand erzählt, dass ich in zwei Jahren schwanger und auch noch glücklich bin, hätte ich wohl laut losgelacht und darauf gewettet, dass das garantiert nicht der Fall sein wird – von wem auch!

Doch diese ungeplante Neuigkeit hat mich nicht von Anfang an glücklich gestimmt. Denn wie es ungeplante Ereignisse so an sich haben, werfen sie meisten alle Pläne und Ansichten über einen Haufen und man muss sich wohl oder übel neu orientierten, denn eine plötzliche Schwangerschaft ist im ersten Moment, als würde einen der Ernst des Lebens einholen. 2019 war bisher ohnehin schon mehr als chaotisch, im Februar wurde ich gekündigt, ein seltsames Szenario, dass mir wieder und wieder durch den Kopf geht. Manchmal ärgert es mich immer noch, vor allem, dass ich nichts unternommen habe, als mir gesagt wurde, dass das Projekt, das ich zu dem Zeitpunkt betreut habe, nicht mehr weitergeführt werden würde und es dennoch bis heute weiterläuft, nur eben ohne mich. Und eigentlich tut es einfach nur etwas weh, aus der Agentur geworfen zu werden, in der man 3 Jahre Ausbildung und zwei Jahre Festanstellung hinter sich hat. Kurz vor meiner neuen Festanstellung kam dann die Neuigkeit mit dem Baby und ihr könnt euch sicher denken, dass es schöneres gibt, als seinen neuen Geschäftsführern mitzuteilen, dass man eigentlich “bald” wieder weg sein wird. Alles in allem wurde ich zu diesem Zeitpunkt absolut aus meiner Bahn geworfen und hatte plötzlich so unendlich viele wichtige Erwachsenen-Entscheidungen zu treffen.

Dann fängt man an nachzudenken, versucht jede Option in Erwägung zu ziehen. Doch einfach Abtreiben, so wie ich mir das früher vielleicht vorgestellt hatte, kam für mich nicht mehr in den Sinn und selbst diese Tatsache hat mich auf irgendeine Weise fertig gemacht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich Nachts weinend aufgewacht bin, weil eine Abtreibung so unendlich traurig und unfair gegenüber dem kleinen Leben gewesen wäre, für das wir verantwortlich waren. Wirklich beruhigt war ich aber erst, als Lukas diese Ansicht teilte. Ich hätte ihn wohl eher verlassen, als ein Leben auszulöschen, für das wir verantwortlich waren und welches mit dem wunderbarsten Menschen entstanden ist, mit dem man Kinder zeugen könnte.

Jetzt, fast 5 Monate schwanger, fühlt es sich beinahe normal an und ich habe ein kleines, großes am Daumen nuckelndes Würmchen in meinem Bauch, dass das wohl schönste sein wird, das wir zusammen erschaffen haben. Weniger normal fühlt es sich hingegen an, die ganze Schwangerschaft hier zur veröffentlichen, doch mein Blog soll ja ebenfalls weiterleben und dazu gehört nun auch der Mama Stempel, den er bekommt. Wie es mir in den letzten Monaten ging, unter welchen Wehwehchen ich leide, wie meine Neuigkeit in der neuen Arbeit ankamen und die Gedanken, die mir bisher durch den Kopf gegangen sind, verrate ich euch in vielen weiteren kommenden Beiträgen unter der neuen Rubrik Mama.

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2 Kommentare

  • Reply Shadownlight 05/07/2019 at 21:48

    Wundervoll, herzlichen Glückwunsch!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

  • Leave a Reply

    Ich stimme zu.