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Die nervigsten Anfragen auf Kleiderkreisel

Die nervigsten Anfragen auf Kleiderkreisel

Geht’s noch etwas nerviger? Diese Kreisler stehlen einem mit ihren nervigsten Anfragen auf Kleiderkreisel den letzten Nerv. Von Fußfetischisten zu denen, die tausend Fragen haben bis hin zu Menschen, die es nicht mal mehr für nötig halten zu antworten, wenn man auf ihre Wünsche eingeht.

“Ist das dein letzter Preis?” – Die Verhandler

Ich verkaufe auf Kleiderkreisel meist Neue oder kaum getragene Klamotten, Schuhe und Accessoires zu angemessenen und fairen Preisen. Dabei kalkuliere ich jedoch nicht einfach nur das Kleidungsstück, sondern auch den Aufwand für die Erstellung der Fotos, das Einstellen auf Kleiderkreisel, die Bewerbung meiner Artikel, das Verpackungsmaterial, den Kontakt und den Aufwand das Paket zur Post zu bringen.

Bekomme ich gewisse Teile auch nach längerer Zeit nicht verkauft, gehe ich nach und nach mit dem Preis herunter. Bei manchen Sachen sogar bis auf einen Euro. Eine besonders nervige Anfrage hatte ich erst letztens in meinem Postfach: “Kostet der Pullover wirklich nur 1€”. Ich antwortete mit einem schlichten “Ja” und daraufhin fragte die Käuferin tatsächlich, ob das mein letzter Preis wäre. Ernsthaft? Wir sind auf Kleiderkreisel weder auf einem Flohmarkt, noch auf einem Bazar im Ausland. Man kann immer handeln, wenn es einen Sinn ergibt, aber doch nicht bei einem Euro! Meine Antwort darauf: “Ernsthaft? Wie soll ich denn bei einem Euro noch weiter runtergehen?”. Ebenso fragwürdig sind Angebote, die weit unter dem angezeigten Verkaufspreis stehen.

“Verschickst du auch als Warensendung / Großbrief?” – Die Geizigen

Zu den nervigsten Anfragen auf Kleiderkreisel gehören für mich auch die besonders geizigen Leute. Sie versuchen an jeder Ecke einen weiteren Cent zu sparen. “Verschickst du auch als Warensendung?”, “Kannst du auch als Großbrief für 1,55€ verschicken”, “Kannst du diese zwei Teile als Maxibrief versenden?”.

Ich stand wirklich unzählige Male bei der Post und habe durch die Dicke einer Versandtasche viel mehr gezahlt, als der Käufer bezahlt hat. Zudem kommen auch hier Unmengen an Verpackungsmaterialien hinzu. Als ich einer Kreislerin gesagt habe, dass ich aktuell nicht als Warensendung verschicke, damals mussten diese Art von Sendungen noch mit Klammern geschlossen und nicht zugeklebt werden, weil ich es nicht einsehe extra nur für sie und ein 3€ T-Shirt knapp 3€ Klammern im Schreibwarengeschäft zu kaufen, schrieb sie mir dreist “Sorry, aber das besorgen muss hier jeder”.

Noch viel schlimmer sind jedoch diejenigen, die wissen wollen, ob ich auch die Versandkosten übernehme. Bei 5€ Schuhen und Versandkosten von etwa 4,50€ könnt ihr euch ja selbst ausrechnen, was ich an dem Verkauf verdienen würde. Da wäre der Weg zum Mülleimer oder Altkleidercontainer weniger aufwendig, als der Weg zur Post.

“Ich habe noch einige Fragen zu dem Artikel” – Die Fragesteller

Meist fangen diese Anfragen damit an, dass der Käufer besonders interessiert an dem Artikel ist, oft kommt es sogar schon zu einer Reservierung und im Anschluss kommen plötzlich noch Unmengen an Fragen. “Hat der Artikel Mängel?”, “Passt das auch einer XY?”, “Ich bin XX cm groß und weiß nicht, ob mir der Artikel passt.”

In solchen Situationen muss ich wirklich versuchen nett zu bleiben, ich finde es nämlich einfach nur dreist, einen Artikel reservieren zu lassen, um dann seelenruhig seine Fragen stellen zu können, ohne das der Artikel in der Zwischenzeit von wem anderen gekauft werden kann. Oft ärgern mich die Fragen aber auch so enorm, weil man die meisten selbst durch die Fotos und die Beschreibung beantworten kann. Nur blöd, wenn ich mir Zeit nehmen, um alles ausführlich zu beschreiben und der Käufer zu faul zum Lesen ist.

“Findest du bei mir etwas zum tauschen” – Die Tauschanfragen

Besonders unbeliebt, bei Kreiseln wie mir, die in ihrem Profil ausdrücklich angegeben haben, das sie nicht Tauschen. Ich bin wirklich kurz davor wieder unter jeden Artikel “KEIN TAUSCH” zu schreiben, wie ich es früher auch schon mal gemacht habe, doch selbst dann landen diese nervigen Anfragen im Postfach.

“Hast du ein Tragebild” – Die, die sich nichts vorstellen können

Passe ich nicht mehr in einen Artikel, (vor allem jetzt in der Schwangerschaft), oder sehe ich einfach total blöd in dem Kleidungsstück aus, stelle ich keine Tragebilder rein. Auch das steht übrigens ausführlich in meinem Profil. Zudem weiß ich ohnehin nicht genau, was ein Tragebild bewirken soll. Immerhin hat man ja nicht dieselbe Größe, dasselbe Gewicht und dieselben Rundungen.

“Hast du auch noch andere Schuhe, die stärker getragen sind?” – Die Fußfetischisten

Etwas, was mir mittlerweile wirklich den letzten Nerv raubt. Fußfetischisten wollen Tragebilder mit nackten Füßen, wollen wissen, ob die Schuhe denn schön stinken, fragen für ganze Pakete von gebrauchten Schuhen an und bieten auch “nette Summen” an, die sie dafür DRAUFzahlen würden.

Ich habe wirklich nichts gegen Vorlieben, aber ich kann mir einfach nichts Schlimmeres vorstellen, als Menschen, die möglicherweise in meine gebrauchten Schuhe “machen”. Tragebilder was vor allem offene Schuhe angeht, gibt es bei mir nicht mehr und im Chat versende ich auch keine. Die meisten antworten nicht mal mehr, wenn man ihnen sagt, dass die Schuhe NICHT verschwitzt riechen. Einfach dreist und ekelhaft! Findet ihr nicht auch?

“…” – Die, die nicht mehr antworten

Drei Punkte sind in diesem Fall sogar noch zu viel. Geht man auf Verhandlungen ein, stimmt zu einem Warensendung- oder Maxibriefversand zu, beantwortet Unmengen an Fragen und gibt sogar nach einer Reservierung seine Daten heraushört man von gewissen Kreislern einfach nie wieder etwas. Muss ich hierzu noch etwas hinzufügen?

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